Handwerklich hergestellte Speiseeis

Knackige Zeiten

Nüsse sollten eigentlich das ganze Jahr auf dem Speisezettel stehen.
Denn die Knacker sind zwar kalorienreich, aber auch überaus gesund.

Zugegeben, der Fettgehalt von 100 Gramm Durchschnittsnüssen ist mit etwa 60 Gramm beachtlich und sie sollten deshalb auch nicht in rauen Mengen geknabbert werden. Aber in kleineren Portionen können die Kerne sich durchaus genießen lassen. So haben Studien der letzten Jahre gezeigt, dass Nüsse den Gesamt- und LDL-Cholesterinspiegel im Blut senken können und so einen positiven Einfluss auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben. Welche Inhaltsstoffe der Nüsse dafür verantwortlich sind, ist noch nicht vollständig geklärt – die besondere Fettzusammensetzung mit ungesättigten Fettsäuren spielt jedoch auf jeden Fall eine Rolle.
Vor Arterienverkalkung schützt auch das enthaltene Vitamin E. Es ist in der Lage, sogenannte freie Radikale, die die Zellen schädigen können und durch Stress, Rauchen oder Umweltbelastungen vermehrt im Körper auftreten, unschädlich machen. Die Mineralstoffe Magnesium und Kalium sorgen zudem für eine reibungslose Funktionsfähigkeit der Muskulatur, während die enthaltenen B-Vitamine der Nuss das Prädikat Nervennahrung einbrachten.
Die Nussvielfalt ist groß. Wobei streng genommen nicht alles eine Nuss ist, was sich so nennt: Erdnüsse gehören zu den Hülsenfrüchten, Mandel und Kokosnuss sind im botanischen Sinn Steinfrüchte und der Pinienkern ist ein Samen. Hingegen zählen Maronen und Pistazien zu den echten Nüssen.

Cashewkern: Die Nierenförmige Nusssorte fällt durch ihren vergleichsweise geringen Fett- und den hohen Magnesiumgehalt auf. Der Geschmack der Kerne ist süßlich-würzig.

Erdnuss: 1,3 Kilogramm davon werden jährlich pro Kopf in Deutschland verzehrt. Das ist der Spitzenplatz. Und sie enthält rund 26 Gramm Eiweiß in einer 100 Gramm Portion, so viel wie Schnittkäse.

Haselnuss: Die runden Kerne sind reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und Vitamin E. Frische Nüsse klappern nicht in der Schale.

Macadamianuss: In ihrer Form ähnelt sie der Haselnuss, ist aber größer und schmeckt milder. Sie ist die fettreichste unter den Nüssen und gilt als Delikatesse.

Mandel: Es gibt die kalium-, kalzium- und ballaststoffreichen Kerne in süßer und bitterer Form. Bittere Mandel sollten aufgrund ihres Blausäuregehalts nicht verzehrt werden, sind aber ein beliebter Aromastoff in Gebäck.

Paranuss: In den Regalen findet man sie hauptsächlich in ungeschälter Form. Der Kern enthält viel Vitamin B1, das für Nervensystem und Energiestoffwechsel eine wichtige Rolle spielt.

Pekanuss: Von außen ähnelt die neben der Macadamia fettreichste Nuss großen Eicheln, der Kern ist vergleichbar mit Walnüssen. Aber sie schmeckt süßlicher.

Pinienkern: Die länglichen Kerne sind so kostbar, weil ihre Ernte nicht üppig ausfällt. Sie haben in dem hier vorgestellten Sortiment den höchsten Gehalt des wichtigen Nervenvitamins B1.

Pistazie: Drei bis vier Prozent der beliebten eiweiß- und kaliumreichen grünen Kerne sind nicht ganz einwandfrei und können Schimmelpilzgifte enthalten. Daher Schale und Kerne genau ansehen. Bei verändertem Geschmack lieber ausspucken.

Walnuss: Bemerkenswert ist ihr hoher Gehalt an Alpha-Linolensäure. Das ist eine Omega-3-Fettsäure aus pflanzlicher Basis. Sie hat einen besonders guten Einfluss auf Blutfette und Herzgesundheit.

Die Autorin: Journalistin Katrin Faßnacht-Lee
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