Handwerklich hergestellte Speiseeis

Eis: Gesund oder Sünde?

Sommerzeit ist Eiszeit. Allen Leckermäulchen sei gesagt: Eis ist nicht nur ein Genussmittel. Es hilft gegen Halsschmerzen, kühlt bei Insektenstichen und macht sogar glücklich, wie Wiener Forscher in einer wissenschaftlichen Studie belegt haben. Milcheis enthält außerdem Kalzium, was wichtig für gesunde Knochen ist. Ist der Eisgenuss also doch nicht so sündhaft, wie oft behauptet, sondern sogar gesund?

Es komme auf die Menge und die Auswahl an, erklärt die italienische Eisexpertin Dr. Annalisa Carnio und entkräftet gleich mal das Gerücht, Eis würde Bauchschmerzen verursachen. „Durch die Kälte bekommen Sie vielleicht ein paar Sekunden Kopfweh. Das passiert aber auch, wenn Sie kalte Cola trinken. Aber Bauchschmerzen sind unwahrscheinlich.“ Wenn doch, liegt es vielleicht an einer Milchzucker-Unverträglichkeit. Da frisches oder verpacktes Eis oft mit Milch hergestellt wird, sind in diesem Fall folgende Sorten tabu: Milcheis, Rahmeis, Eiskrem/Kremeis und Fruchteiskrem. Die Alternative wäre dann Sorbet, Wassereis und Fruchteis (nicht zu verwechseln mit milchhaltiger Fruchteiskrem).

Beim Fettgehalt unterscheidet sich frisches Eis aus der Eisdiele von industriell produziertem aus dem Supermarkt. „Im Allgemeinen hat das handwerkliche Eis einen sehr niedrigen Fettanteil. Wir reden von sechs Prozent. In der Industrie haben Sie 20, 30 Prozent – also das ist schon eine große Differenz“, meint Dr. Annalisa Carnio. Fettarm oder fettfrei sind übrigens Wassereis, Fruchteis und Sorbet. Wer außerdem auf Konservierungs- und Farbstoffe verzichten möchte, ist im Eiscafé meist besser aufgehoben.

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