Nahrungsmittel

Farbstoffe E102 E104 E110 E122 E124 E129

Diese künstlichen Farbstoffe müssen ab dem 20. Juli 2010 mit einem besonderen Schriftzug gekennzeichnet werden

In Deutschland darf (analog zum EU-Lebensmittelrecht) ein Zusatzstoff nur dann eingesetzt werden, wenn: keine Risiken für die Gesundheit damit verbunden sind und seine Verwendung den Verbraucher nicht in die Irre führt.

Lebensmittelfarbstoffe werden in der Regel eingesetzt, um Farbverluste aufgrund der Verarbeitungsprozesse auszugleichen, die natürlichen Farben der Speisen zu verstärken und farblose Lebensmittelprodukte wie zum Beispiel Bonbons und Kaugummis zu färben. Es ist jedoch nicht hinzunehmen, dass sie eingesetzt werden, um eine mindere Qualität der Lebensmittel zu verschleiern oder zu verstecken.

Im Dezember 2008 hat sich das Europäische Parlament für eine Verbesserung der Kennzeichnung von Farbstoffen ausgesprochen. Ab dem 20. Juli 2010 müssen Lebensmittel, die die Farbstoffe E 102, E 104, E 110, E 122, E 124 und E 129 enthalten, neben der Bezeichnung (E) auch den Schriftzug “Kann die Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen” tragen.

Wir möchten daran erinnern, dass die betreffenden Zusatzstoffe 2007 aufgrund der Veröffentlichung einer englischen Untersuchung, in der eine Verbindung zwischen künstlichen Farbstoffen und Hyperaktivität bei Kindern behauptet wurde, durch die Schlagzeilen gegangen sind. Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat dann jedoch die Schlußfolgerungen der Studie relativiert und eine neue wissenschaftliche Beurteilung aller künstlichen Farbstoffe vorgenommen. Die Ergebnisse dieser Beurteilung haben die neue Maßnahme nach sich gezogen.

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