Nahrungsmittel

Lebensmittelallergien und Unverträglichkeiten

Der Verzehr von Lebensmitteln bedeutet nicht immer und für jeden Menschen einen Genuss: Ein bis zwei Prozent der Erwachsenen und zwei bis acht Prozent der Kinder reagieren auf Lebensmittel allergisch.

Eine allergische oder Unverträglichkeitsreaktion liegt nicht an der Qualität der Lebensmittel, sondern an einer individuellen Fehlreaktion des Immunsystems bei entsprechend veranlagten Menschen.

Der Verzehr von Lebensmitteln bedeutet nicht immer und für jeden Menschen einen Genuss: Ein bis zwei Prozent der Erwachsenen und zwei bis acht Prozent der Kinder reagieren auf Lebensmittel allergisch.

Auslöser von Allergien und Unverträglichkeiten:

Vierzehn Gruppen von Lebensmitteln lösen mit 90 Prozent den größten Teil der Allergien und Unverträglichkeiten aus. Sie werden daher als Hauptallergene bezeichnet. Um es dem Verbraucher bei einer bestehenden Unverträglichkeit leichter zu machen diese Lebensmittel zu meiden, gibt es seit 2005 in Deutschland eine Kennzeichnungspflicht für Hauptallergene in verpackten Waren: kennzeichnungspflichtige Zutaten sind Glutenhaltiges Getreide, Krebstiere, Eier, Fisch, Erdnüsse, Soja, Milch (Milcheiweiß, Laktose), Nüsse, Sellerie, Senf, Sesam, Schwefeldioxid und Sulfite, sowie ab Ende 2008 Lupinen und Mollusken (Weichtiere wie etwa Schnecken).

Einige weitere Inhaltsstoffe können Unverträglichkeiten hervorrufen. Dazu gehören Zusatzstoffe wie Farbstoffe oder Konservierungsmittel aber auch natürliche Stoffe wie  Salicylate und Biogene Amine. Die in Europa verwendeten Zusatzstoffe tragen eine „E-Nummer“ und sind im Zutatenverzeichnis eines verpackten Lebensmittels aufgeführt. Bei lose abgegebener Ware (Bäckerei, Metzgerei, Restaurants) müssen bestimmte Zusatzstoffe auf extra angebrachten Tafeln gekennzeichnet werden.

Das Ziel des Aktionsplans gegen Allergien des BMELV ist es, den Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher vor allergenen Lebensmitteln durch bessere Kennzeichnung und Aufklärung sowie durch Angebote von alternativen Produkten weiter zu verbessern. Weitere Informationen zu Lebensmittelallergien erhalten Sie im Informationsportal des BMELV.

Ausgewogene Ernährung trotz Unverträglichkeiten

Speziell bei Ernährungseinschränkungen, etwa durch Diäten, Allergien oder Unverträglichkeiten, ist es wichtig, trotz aller Einschränkungen für eine ausgewogene Ernährung zu sorgen.

Eine ausgewogene Ernährung zeichnet sich durch eine gesundheitsbewusste Auswahl und schonende Zubereitung von Lebensmitteln und Getränken aus. Sie sollte alle wichtigen Nährstoffe, die für die Gesundheit sowie geistige und körperliche Leistungsfähigkeit notwendig sind, enthalten. Sie kann den Verlauf von ernährungsmitbedingten Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck, Verstopfung, Übergewicht und Gicht positiv beeinflussen.

Eine ausgewogene Ernährung sollte abwechslungsreich und individuell für den Menschen zusammengestellt sein. Sie enthält Kohlenhydrate, Protein (Eiweiß), Fett, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Ballaststoffe und Wasser; je nach Alter, Geschlecht, Größe und Gewicht in unterschiedlicher Menge.

Betroffene können sich durch allergologisch spezialisierte Ernährungsfachkräfte beraten lassen. Einen Auswahl finden Sie im ebenfalls im Allergieportal des BMELV: www.aktionsplan-allergien.de/ ernaehrungsfachkraft.

 

BMELV – Internetauftritt des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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