Uniteis e.V.

Verein im Dienst der Tradition

Wächter über Mitglieder und Qualität

Wer als Italiener in Deutschland eine Gelateria betreibt, konfrontiert sich im Alltag mit vielen Vorgaben, die weit über das Geschäft mit Eis und Kunden hinaus gehen. Etwa Hygienekontrollen, Arbeitsverträge und Finanz- und Zollkontrollen, um nur ein paar davon zu nennen. Da ist es gut, auf einen Partner zählen zu können, der sich auskennt und auch präsent ist, wenn man ihn benötigt – das ist seit 46 Jahren der Verband Uniteis e.V. Was der Verband genau anbietet, fragen wir den Geschäftsführer, Giorgio Cendron.

Herr Cendron, was macht Uniteis genau?
„Allgemein betrachtet ist es unser Ziel, die Interessen der Speiseeishersteller bei den deutschen und europäischen Ministerialbehörden zu schützen und zu vertreten, den Verkauf von Speiseeis zu fördern und die traditionelle Produktion der italienischen Eiscafés zu schützen und zu bewahren. Des weiteren liegen uns die Ausbildung und die berufliche Fortbildung der Speiseeishersteller am Herzen – dazu gehört auch der Austausch und das Zusammentreffen mit der technisch-wissenschaftlichen Welt der Branche zu fördern – etwa durch die Versammlungen im Rahmen der Speiseeis-Messe MIG in Longarone.“

Klingt gut. Aber was hat der einzelne Gelatiere für Vorteile?
„Jedes unserer Mitglieder bekommt für seinen Beitrag einen Gegenwert, der sich um ein Vielfaches bezahlt macht. Angefangen bei der wöchentlichen telefonischen Rechtsberatung (jeden Montag) durch einen Anwalt mit Branchenerfahrung, über einen kollektiven Tarif- und Arbeitsvertrag bis zum kostenlosen Rechtsbeistand. Außerdem genießen Mitglieder die vergünstigten Konditionen des Verbands, etwa bei Versicherungen für Geschäft und Familie, vergünstigte Radio- und Musiktarife bei der GEMA (Rabatt von 15-20%), günstige Fortbildungskurse in der Winterzeit sowie alle zwei Monate die kostenlose Zustellung der Verbandszeitschrift „Uniteis Notizie“ mit Themen von speziellem Interesse für die Berufsgruppe.“

Sie sind also bestens organisiert…
„Wir machen das ja auch schon ziemlich lange! Uniteis e.V. wurde am 12. Juli 1969 in Köln gegründet. Sie hat einen Rechtssitz in Deutschland in Seligenstadt, einen „Wintersitz“ in Italien in Vittorio Veneto und ein Pressebüro in Berlin. Die Vereinigung zählt derzeit rund tausend Speiseeishersteller und arbeitet mit allen deutschen, italienischen und europäischen Organisationen vom Fach zusammen.“

Also sollte man Mitglied werden?
„Ganz bestimmt. Erstens rechnet sich der Beitrag schon bei den erwähnten Sonderkonditionen mit Versicherungen und GEMA, man profitiert von den Werbeinitiativen von Uniteis e.V. zusammen mit anderen Einrichtungen und Instituten, um den Verkauf von italienischem Speiseeis zu steigern und hilft mit, den Bekanntheitsgrad des italienischen Speiseeises zu fördern und unlauteren Wettbewerb zu bremsen. Unsere Mitglieder sind über hygienisch-gesundheitliche, steuerliche, die Berufsgruppe betreffende und unternehmens-technische Vorschriften immer informiert und auf dem letzten Stand. Letztlich haben wir alle ja das Ziel, unser Produkt vor der industriellen Konkurrenz und anderen Nachahmern zu schützen und ein großes Publikum mit den besonderen Eigenschaften des Speiseeises vertraut zu machen – dafür sollten wir alle zusammenarbeiten, und Uniteis beweist seit vielen Jahren, das eine Gemeinschaft sehr stark sein kann. Beweis dafür ist der Europäische Tag des Handwerklichen Speiseeis sowie der stetige Beistand bei allen gesetzlichen, vertraglichen, arbeitssicherheitstechnischen, ausbildungstechnischen und steuerlichen Problemen unserer Mitglieder. Wenn Sie interessiert sind, können Sie alle Informationen auf unserer Internetseite finden. Oder Sie rufen uns an – zu den üblichen Geschäftszeiten sind wir immer da.“

A tavola! / 10. Jahr / Nr. 5 / September 2015

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