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Handwerk: EEG-Förderung grundsätzlich umgestalten

Berlin, 15. Oktober 2014. Erstmalig seit ihrer Einführung im Jahr 2003 wird die EEG-Umlage zum Jahresanfang 2015 sinken – wenngleich laut der heutigen Ankündigung in sehr geringem Umfang. Dazu erklärt Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):

„Die geringe Absenkung der EEG-Umlage sorgt nur für ein Atemholen bei Betrieben und Privatkunden. Ursache sind einmalige finanzierungstechnische Sondereffekte. Aktuelle Prognosen sagen einen erneuten Anstieg der Umlage bereits im Jahr 2016 voraus. Das zeigt, dass die jüngste EEG-Reform nicht ausreicht, um in der Perspektive für eine Entlastung der Stromkunden bei der Umlage zu sorgen. Dazu kommt, dass der vorgesehene Ausbau der Stromnetze für die Stromkunden weitere Aufschläge bringen wird.

Das Handwerk unterstreicht daher noch einmal seine Forderung nach einer grundsätzlichen Umgestaltung des EEG-Fördermechanismus. Die Vergütung des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen muss sich endlich an den tatsächlichen Marktgegebenheiten orientieren. Die für Großverbraucher vorgesehenen Umlagenachlässe dürfen nicht länger von der Mehrheit aller übrigen Stromkunden mitfinanziert werden. Zudem wird die bisherige Finanzierung des Netzausbaus über auf die auf den Strombezug erhobenen Netzentgelte bei weiter wachsendem EE-Eigenverbrauch zunehmend fragwürdig.“

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