Berufspraxis

Mindestlohn bedroht Ausbildung

Zum Gesetzentwurf der Bundesregierung für einen allgemeinen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn er-klärt Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):

„Ein einheitlicher gesetzlicher Mindestlohn ist und bleibt ein Fehler. Er bedroht die gewachsenen Tarifstrukturen in den einzelnen Bran-chen und Regionen. Dazu setzt er falsche Anreize für junge Leute und bedroht Problemgruppen am Arbeitsmarkt. Der vorliegende Re-ferentenentwurf darf ohne Nachbesserungen nicht zum Gesetz wer-den.

Das Handwerk bleibt bei seiner Forderung nach einer Altersgrenze von 25 Jahren für junge Leute ohne beruflichen oder akademischen Abschluss. Eine Altersgrenze von 18 Jahren hilft nicht. Denn die Ju-gendlichen sind im Schnitt bereits über 18 Jahre, wenn sie eine Aus-bildung im Handwerk beginnen. Hier wird durch den Mindestlohn ein negativer Anreiz gesetzt. Mit Helferjobs auf Mindestlohnniveau an-stelle solider Ausbildung wird jungen Menschen die Aussicht auf eine erfolgreiche Zukunft genommen.“

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