Editorial

Speiseeis läuft gut

“Eis trotzt der Krise”, lautete der Titel der größten täglich erscheinenden Wirtschaftszeitung Italiens “Il Sole 24 ore”. Speiseeis läuft gut und versüßt die grauen Krisentage ein wenig. In der gerade zu Ende gegangenen Saison hatte es in Italien einen Zuwachs von 1 Prozent beim Verbrauch gegeben: Das sind keine Superzahlen, aber doch immerhin ein positives Zeichen, das mit Zufriedenheit zur Kenntnis genommen werden muss.

In Deutschland ist die Situation ähnlich, genauso wie in anderen Ländern. Vor allem, wenn es warm ist, fällt es nicht schwer, das Kleingeld für eine leckere Kugel Eis zu finden, das gut schmeckt, zur Ernährung beiträgt und gut tut. Speiseeis ist, wie Untersuchungen zeigen, nicht nur ein Nahrungsmittel, sondern schenkt auch Glücksgefühle. Unter diesem Gesichtspunkt ist es einzigartig und unnachahmlich.

Der Trend ist vor allem dann von Bedeutung, wenn man ihn mit der wirtschaftlichen Entwicklung anderer Zweige vergleicht, die gar nicht so weit vom Eis entfernt sind, wie Restaurants und Bars.

Anlässlich der Mig in Longarone und der Sigep in Rimini hat sich der relativ gute Gesundheitszustand der Eiswelt bestätigt. Den Mitteilungen für die Medien (Zeitungen, Radio, Fernsehen, Internet) sind überraschend positive Bilanzen hinsichtlich Besucher- und Businesszahlen zu entnehmen.

Die 52. Internationale Messe für das Speiseeisgewerbe in Longarone konnte mehr als 26.000 Besucher verzeichnen, während die 33. Sigep in Rimini von 122.697 Personen besucht wurde. Beide Veranstaltungen bekamen besonders großen Zuspruch von ausländischen Besuchern.

Am Ende waren die Organisatoren wie auch die Angehörigen der Eisbranche zufrieden und sind überzeugt, dass alle Voraussetzungen für eine weitere Festigung im Jahr 2012 gegeben sind, ohne dabei allzu euphorisch zu sein. Vor allem in Longarone, aber auch in Rimini wurden viele Deutsche gesichtet, sie nicht nur an den Neuheiten, sondern auch an der Festigung der Geschäftsbeziehungen interessiert waren. Man hatte das Gefühl, dass die Welt des Speiseeises in spürbarer Bewegung ist und Interesse besteht an neuen Investitionen, an Geschäftsrenovierungen und an innovativen Angeboten, die die Branche auf allen Ebenen stärken.

Darüber hinaus haben wir auf der Mig wie bei unserer jährlichen Versammlung eine starke und lebendige Beteiligung von italienischen Speiseeisherstellern in Deutschland, Österreich und Holland verzeichnet, was bestätigt, dass die Branche stark und dynamisch ist.

Alles in allem gibt es abgesehen von negativen Vorfällen, Schwierigkeiten und kritischen Situationen, die auch nicht fehlen, Grund zu realistischem Optimismus.

In der Zwischenzeit versuchen wir, vertrauensvoll der gerade beginnenden Saison entgegenzublicken und unsere Aufmerksamkeit auf das “halb volle Glas” zu lenken.

Erfolg und Zukunft gehört denen, die positiv denken. Auch in schwierigen Momenten.

Dino Dall’Anese

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