Nahrungsmittel

Probiotika – Bakterien als Gesundmacher

Immer mehr Menschen greifen regelmäßig zu Milchprodukten, denen probiotische Bakterien zugesetzt wurden. Was jedoch leisten diese Milchsäurebakterien, die auch in Sauerkraut und Sauerteigbrot vorkommen?

Die gesundheitsfördernden Eigenschaften von Probiotika sind seit Langem bekannt. So unterdrücken sie krankmachende Bakterien im Darm, geben dort antimikrobielle Substanzen ab und können so beispielsweise Durchfallerkrankungen vermeiden oder abschwächen. Darüber hinaus wird die Konzentration von giftigen und tumorerzeugenden Stoffen gesenkt.
Auch die Immunabwehr des Körpers wird angeregt. Deshalb können Probiotika – je nach Bakterietyp – sogar bei Erkältungen helfen.
In den letzten Wochen der Schwangerschaft und während der Stillzeit können Probiotika – so demonstrierte eine finnische Studie – dazu beitragen, das Neurodermitis- und Allergierisiko des Neugeborenen deutlich zu senken.  Ermutigt durch diese Ergebnisse, setzen Forscher ihre Arbeiten noch weiter fort. Ärzte und Eltern hoffen darauf, bald auf klare Empfehlungen zählen zu können. Bis dahin sollte man sich schon einmal folgende Erkenntnis zunutze machen: so genannte Präbiotika (= Ballaststoffe, die praktisch unverdaut in den Darm gelangen) verstärken die Wirkung der Probiotika, vor allem der Bifidobakterien und Lactobazillen. Achten Sie deshalb darauf, dass probiotische Lebensmittel möglichst auch Präbiotika in Form von Inulin oder Oligofruktose enthalten. Reichern Sie außerdem Ihren Speiseplan um Milch, Joghurt-Eis, Chicorèe und Spargel an – diese Lebensmittel enthalten ebenfalls Präbiotika on kleinen Mengen.

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